Behandlung von Blogkommentaren

Behandlung von Blogkommentaren, Spam von deutschen Absendern nimmt zu.Als Blogger ist man ja so einiges gewöhnt, immer wieder treffen merkwürdige Anfragen ein, aber auch die Kommentare haben es teilweise in sich. Die ganzen Spam-Kommentare aus dem Ausland sind nichts Neues. Wobei sich mir auch hier der Sinn des Ganzen erschließt. Was macht es beispielsweise für einen Sinn, einen Kommentar in russischer Sprache auf einem deutschen Blog zu setzen? Mal abgesehen davon, dass die enthaltenen Links verbreitet werden sollen. Mittlerweile sollte sich aber auch unter den Spammern herumgesprochen haben, dass solche Beiträge nie freigeschaltet werden. Übrigens gibt es sogar verschiedene Plugins, die gegen diese Spammerei eingesetzt werden können.

Spam von deutschen Absendern nimmt zu

Wer glaubt, dass Spams nur aus dem Ausland kommen, der irrt sich gewaltig. Auch in Deutschland gibt es jede Menge Spammer, die plump ihre Links in Kommentaren verbreiten möchten. Meist beginnen solche Kommentare mit einem Lob zu dem jeweiligen Blog und dann kommt die Werbung. Besonders schön finde ich, wenn mir so ein Mensch im Kommentar erzählt, dass er meinen Blog bereits seit einer Weile aktiv mitverfolgt. Keine Ahnung, ob es für das Wort aktiv unterschiedliche Definitionen gibt. Für mich hat es eine andere Bedeutung, unter aktiv verstehe ich, dass jemand handelt, sich beteiligt, also auch mal kommentiert, nicht irgendwann spamt. Wobei Spam ja auch eine Art Aktivität ist, Vielleicht wollte mir derjenige auch nur mitteilen, dass er mich regelmäßig zuspammt …

Warum wird plump kommentiert?

Hinter den Spam-Kommentierern stecken meist Agenturen, die gegen Geld die Internetseiten ihrer Kunden bekannt machen wollen. Neben den Artikelplatzierungen fließt hier auch für jeden erfolgreich platzierten Kommentar-Link ein Entgelt. Gut zu erkennen sind solche Kommentare daran, dass die Schreiber kaum bis gar nicht auf den Artikel eingehen, da sie ihn fast nie lesen. Ihnen geht es nur um das Kommentieren. Die Bezahlung ist meist auch nicht so gut, dass sie sich Zeit zum Lesen nehmen könnten. Ein weiteres Indiz ist, dass HTML-Codes genutzt werden und dabei sogar oftmals das Attribut no follow eingesetzt wird. Es geht also nicht unbedingt um Backlinks, sondern darum die verlinkten Seiten bekannt zu machen. Der Blog, den sie dazu nutzen, ist ihnen total egal. Solche Links sollen anderen Lesern eine Empfehlung vorgaukeln.

Jeder Leser, dem es tatsächlich um den Blog und den Artikel geht, würde in seinem Kommentar auf das Thema eingehen, und wenn ein Link gesetzt wird, dann wird höchstens die Webadresse hineinkopiert und nicht mit Codes gearbeitet. Bei einem Blog habe ich das Feld für die Website ausgebaut, damit keine kommerziellen Links gesetzt werden können, die Spammer umgehen dies einfach mit HTML-Codes im Kommentarfeld.

Was hilft gegen Spam?

IP-Adressen in der htacces-Datei sperren.Als Betreiberin mehrerer Blogs kann es ziemlich nervig sein, ständig Spamkommentare zu löschen. Deshalb habe ich die Kommentarfunktion in einigen Blogs von vorherein geschlossen. Gerade bei Seiten, die ausschließlich Mit Spam bombardiert werden, macht es für mich keinen Sinn, Kommentare zuzulassen. Am Anfang habe ich den deutschen Spammern noch per Mail mitgeteilt, dass kommerzielle Links nicht freigeschaltet werden und sie Werbung bei mir gegen Entgelt buchen können. Gleichzeitig habe ich die Links entfernt und die Kommentare freigeschaltet. Da ich nie eine Reaktion darauf bekommen habe – das war eigentlich auch klar – lösche ich solche Kommentare inzwischen nur noch. Es ist also für mich und die Spamschreiber reine Zeitverschwendung, bei mir zu spammen. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht über Kommentare freue, zumindest nicht über ehrlich gemeinte. Nur missbrauchen lass ich mich und meine Blogs nicht.

Bei den ausländischen Spammern gehe ich etwas anders vor. Hier sperre ich die IP-Adressen der auffälligen Kandidaten in der htaccess-Datei. Diese Nutzer haben somit keinen Zugriff mehr auf meine Seite und können auch nicht mehr spammen. Natürlich kann man auch einzelne Länder ausschließen, allerdings ist das kontraproduktiv. Die Spammer verschleiern eh ihre Identität, am Ende ist nicht sicher, wo sie tatsächlich sitzen. Das bedeutet, dass sie unter Umständen weitermachen können und andere, die tatsächlich im Blog lesen bestraft werden. Die Variante ist zwar mühsam und kostet auch etwas Zeit, aber nach einer Weile nehmen die Spam-Kommentare spürbar ab.
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