Empfang von Fake Emails

Empfang von fake EmailsJeder von uns hat mindestens schon eine unseriöse Mail erhalten, die nur darauf aus war, unser persönliche Daten abzugreifen. Die meisten dieser Nachrichten können sofort als Fake entlarvt werden. Nur wenige E-Mails sehen tatsächlich so echt aus, dass man ihnen Glauben schenken könnte. Wenn man vor jedem einzelnen Klick nur kurz über die Mail beziehungsweise ihren Inhalt nachdenkt, wird schnell klar, dass es sich auch bei den gutgemachten Nachrichten um Spam handelt.

Warum werden Spams verschickt?

Der Sinn, warum solche Nachrichten verschickt werden, ist klar. Die Betrüger wollen an persönliche Daten herankommen. Meist werden dazu echte Seiten, die seriös sind und viele Kunden haben nachgebaut, damit die Nutzer ihre Daten dort eingeben. Natürlich landen die Daten dann bei den Betrügern, die sie missbrauchen und dem realen User einen enormen Schaden zu fügen können. Oftmals wollen die Absender der Spamnachrichten auch Zugang zu dem Rechner des Opfers. Das passiert, wenn der Empfänger blind auf Links in Nachrichten klickt. Dadurch zieht er sich eine Schadsoftware herunter, die sich im Hintergrund unbemerkt installiert. Dadurch werden zum einen die gesamten Daten ausspioniert und manchmal wird dieser illegale Zugang auch zur Erpressung genutzt. Der Rechner wird sozusagen als Geisel genommen, der Besitzer hat in dem Fall keinen Zugang mehr zu seinen Daten. Er wird aufgefordert ein Lösegeld zu bezahlen, damit der Rechner wieder freigegeben wird.

Die Maschen der Betrüger

Die Betrüger werden immer einfallsreicher. Ich habe in den letzten Jahren schon so viele Fake-Emails erhalten, dass ich sie kaum alle einzeln auflisten kann. Am häufigsten im Umlauf waren Mails, indem mir weisgemacht werden sollte, dass es sich bei dem Absender um eine Bank handelt. Von der Sparkasse, über die Postbank, bis hin zur Volksbank waren viele verschiedene Banken dabei. In den Emails standen unterschiedliche Texte. Zur Umstellung auf IBAN und BIC beispielsweise sollten Empfänger sich über einen Link einloggen und eine TAN eingeben. Dies sei angeblich erforderlich, damit die Umstellung klappt. Oder mein Konto hatte angeblich einen eingeschränkten Zugang, wieder wollten sie, dass ich als Empfänger mich einlogge und eine TAN eingebe. Es gab viele solcher Aufforderungen. Die Gründe, warum ich dies tun sollte, waren unterschiedlich.

Gleiches gilt für PayPal-Konten. Hin und wieder verirren sich auch heute noch einige Fake Emails in mein Postfach. Angeblich gäbe es merkwürdige Aktivitäten oder ich hätte etwas nicht bezahlt und der Kauf könnte nicht ausgeführt werden oder, oder, oder. Ähnliches passiert, wenn mir weisgemacht werden soll, dass es sich bei dem Absender um Amazon handelt. Entweder habe ich etwas nicht bezahlt, jemand hat mein Konto gehackt … Schwer zu enttarnen hingegen sind Versandmails von DHL als Absender. Hier sollte man echt überlegen, ob man etwas bestellt hat und wenn ja, dann genau hinschauen, ab die Nachricht echt ist und man auf den Link zur Sendungsverfolgung klicken kann.

Hier gibt es angeblich ein IPhone zu gewinnenDie neueste und nervigste Masche sind die angeblichen Gewinne. Von diesen Mails erhalte ich täglich mehrere. Mir wurde schon suggeriert, dass ich einen REWE-Gutschein gewonnen hätte, auch bei Mediamarkt habe ich etwas gewonnen. Im Moment geht es ständig um den Gewinn eines IPhones. Davon erhalte ich pro Tag mindestens fünf Mails. Auch wenn ein Großteil dieser Fake Emails in meinem Spam-Ordner landet, ist es dennoch nervig. Denn auch der Ordner muss von Zeit zu Zeit durchgesehen werden, da sich ab und zu auch wichtige Nachrichten dorthinein verirren.

Weiterhin beliebt ist die Masche mit dem angeblichen Erbe aus dem Ausland. Alle paar Wochen erhalte ich an eine meiner Mail-Adressen in schlechtem Deutsch die Mitteilung, dass jemand im Land X verstorben wäre, es sich bei dem Absender um einen Notar handele, der mir das Geld zukommen lassen möchte. Würde ich mich darauf einlassen, würde der vermeintliche Notar von mir viel Geld für die Abwicklung fordern. Also FINGER WEG!

Was tun bei Spam?

Spam-Nachrichten sollten ganz einfach ignoriert beziehungsweise gelöscht werden. Wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich um eine echte oder eine gefälschte E-Mail handelt, sollte man kurz durchatmen und nachdenken. Wenn man beispielsweise den Curser auf den Link hält – OHNE ZU KLICKEN – sieht man unten links auf dem Monitor, wohin er führt. Meist sind es Adressen, die überhaupt nichts mit dem angeblichen Absender zu tun haben. Gleiches gilt für die Absender-Mail-Adresse. Sie passt häufig auch nicht dazu. Aber auch wenn beides passen sollte, kann es nicht schaden, sich Gedanken darüber zu machen, ob der Absender einem wirklich schreiben würde.

Bei Banken sollte man eigentlich wissen, dass sie niemals die Eingabe von persönlichen Daten verlangen. Sollte wirklich etwas Wichtiges sein, werden sie sich immer per Post melden. Mal abgesehen davon, stellt sich die Frage, ob die Bank überhaupt die eigene Mail-Adresse hat. Wenn man mehrere Adressen hat und man eine Nachricht auf die Adresse bekommt, mit der man nirgendwo angemeldet ist, sollte man schon stutzig werden. Mails, die einen Gewinn versprechen, kann man enttarnen, wenn man darüber nachdenkt, dass man überhaupt nie bei einem Gewinnspiel mitgemacht hat. Bei Unsicherheit ist es immer ratsam, sich auf der abgespeicherten Seite, also NICHT über den Link der Betrüger, in die Original-Seite einzuloggen und nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist.

Woher haben die Betrüger die Mail-Adressen?

Auch diese Frage ist ganz leicht zu beantworten. Wer beispielsweise eine eigene Website betreibt, wird in diesem Land dazu genötigt, ein Impressum anzugeben und somit Betrüger auf sich und auf seine Daten aufmerksam zu machen. Durch diese Pflicht hatten wir auch schon einen betrügerischen Anruf … So kommen auch diese
Faxe und Briefe in Umlauf, bei denen dem Empfänger ein Eintrag in einem Gewerbeverzeichnis untergejubelt werden soll. Die Schreiben sehen den von Behörden sehr ähnlich. Der zu zahlende Preis ist ganz winzig aufgedruckt. Deshalb fallen darauf auch so viele rein, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Ab und zu hört man davon, dass eine bekannte große Firma gehackt wurde. Was machen die Hacker? Na klar, die Kundendaten abgreifen und diese missbrauchen. Oft sind Nutzer aber auch selbst schuld, indem sie bei vermeintlichen Gewinnspielen mitmachen, das Kleingedruckte nicht lesen und ihre Mail-Adresse somit weitergereicht oder gar verkauft wird. Wer gern bei Gewinnspielen mitmacht, sollte dies nach Möglichkeit nur bei seriösen bekannten Firmen machen und sich zudem die Teilnahmebedingungen durchlesen. Gilt als Bedingungen, dass Daten weitergegeben werden: FINGER WEG!

Auch von der Option, man könne sich aus dem Verteiler des Newsletters austragen, empfehle ich die Finger zu lassen. In vielen Fake Emails wird einem suggeriert, man sei in dem Verteiler, weil man sich selbst irgendwo eingetragen hat. Natürlich stimmt dies nicht. Durch den Klick zur Abmeldung erreichen Betrüger genau das, was sie wollten.
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