Schlafstörungen: Wenn der Schlaf fehlt

SchlafenJeder von uns hat es bestimmt schon mindestens ein Mal erlebt, dass er Probleme mit dem Schlaf hatte. Im Schnitt schläft der Mensch sieben bis acht Stunden am Tag. Bei einigen Menschen kann das gesunde Schlafbedürfnis aber höher oder geringer ausfallen. Einigen reichen sechs Stunden Schlaf, andere benötigen bis zu zehn Stunden. Manchmal kann es Störungen des ausgewogenen Schlafs kommen. Die Schlafstörung wird auch Insomnie genannt. Sie macht sich bemerkbar, indem es Probleme beim Einschlafen oder beim Durchschlafen gibt. Im Alter wird der benötigte Schlaf geringfügig weniger. Die Nacht wird kürzer, dafür kann im Laufe des Tages ein Schlafbedürfnis entstehen. Das ist nicht ungewöhnlich.

Symptome einer Schlafstörung

Wenn Nachts zu wenig geschlafen wird, kann es zu einer Tagesmüdigkeit kommen. Manchmal macht es sich auch in einer Benommenheit, in Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen, Unruhezuständen, Vergesslichkeit, Gliederschmerzen oder Schweißausbrüchen bemerkbar.

Häufige Ursachen von Schlafstörungen

Kurzfristige Schlafstörungen, die nur ein paar Tage anhalten können bei Sorgen, Stress oder anderen Alltagsbelastungen auftreten. Die Störungen lassen nach, sobald sich die Alltagssituation normalisiert hat. Schlafmangel kann ein Symptom einer Krankheit sein, er kann aber auch Krankheiten fördern.

Schlafstörungen, die einige Wochen andauern, bedürfen der genauen Abklärung durch einen Arzt. Insomnie kann krankmachen und zu psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen oder gesundheitlichen Krankheiten wie die Zuckerkrankheit führen und sollte deshalb behandelt werden. Die Schlafstörung gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Mindestens zehn Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen.

Die Ursachen können sehr vielfältig sein, sie können ihren Ursprung sowohl im seelischen als auch im körperlichen Bereich haben. Aber auch Lebensgewohnheiten können zu Insomnien führen. Rauchen, Kaffee, Alkohol, oder unterschiedliche Schlafenszeiten beispielsweise wegen Schichtarbeit kann Schlafstörungen auslösen.

Oftmals wird die Insomnie auch durch Medikamente ausgelöst. Speziell Arzneimittel, die auf die Nervenbotenstoffe im Gehirn wirken und Einfluss auf die Hormonausschüttung haben, können den normalen Schlaf beeinflussen. Darunter fallen unter anderem Appetitzügler, Antidepressiva, Bluthochdruckmittel und Medikamente, in denen Koffein enthalten ist.

Schlafstörungen behandeln

Am besten ist es, die Ursache zu behandeln und somit den gesunden Schlaf wiederzubekommen. Da dies unter Umständen etwas dauern kann, werden häufig Schlafmittel, sogenannte Benzodiazepine verschrieben. Sie wirken über das Gehirn auf die Psyche. Ihre Wirkung reicht von angstlösend, beruhigend, schlaffördernd, stimmungsaufhellend, euphorisierend, bis hin zu aggressionsdämpfend. Da diese rezeptpflichtigen Schlaf- und Beruhigungsmittel sehr schnell abhängig machen können, ist die Einnahme keine Dauerlösung. Die Benzodiazepine sollten aber nicht abrupt abgesetzt werden, sondern schrittweise. In der Medizin wird dies als ausschleichend bezeichnet.

Menschen, die ohne eine körperliche Ursache an einer Schlafstörung leiden, können ihren normalen Schlaf-Rhytmus wieder in den Griff bekommen. Dabei kann eine gezielte kognitive Verhaltenstherapie helfen. Kognition bedeutet nichts anderes als erkennen oder erfahren. Die Therapie soll Einfluss auf die Einstellung, die Gedanken und die eigene Überzeugung nehmen. Bei dem Therapieverfahren wird davon ausgegangen, dass das Denken, Fühlen und Handeln einen großen Effekt auf die Gesundheit hat. Wird etwas positiv gesehen, wird es auch so wahrgenommen. Bei der Therapie wird gezielt Stress abgebaut und eine Entspannungstechnik erlernt.

Vorteile des gesunden Schlafes

Nachts werden Eindrücke, die tagsüber erlebt werden, verarbeitet. Während des Schlafs schafft das Gehirn Ordnung. Bei optimaler Schlafmenge soll sogar das Abnehmen möglich sein, da guter Schlaf zu einer besseren Organ- und Stoffwechselfunktion beiträgt. Bei ausreichend Schlaf wird das Immunsystem gestärkt und für eine seelische Ausgeglichenheit gesorgt.
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